Buddhismus im Westen

Viele Menschen im Westen, viele Frauen, wenden sich auf ihrer spirituellen Suche an den Buddhismus.
Der Buddhismus ist, genau wie z.B. das Christentum, eine patriarchal geprägte Religion. Dies wirkt sich auch auf die verschiedenen spirituellen Übungswege aus.

Dazu kommt, dass buddhistische Übungswege erst seit einer relativ kurzen Zeit in unseren Kulturkreis gekommen sind. Viele Übungsformen sind stark soziokulturell geprägt, kommen z.B. aus der feudalistischen Kultur Tibets oder der stark kollektiv geprägten japanischen Gesellschaft.

Trotzdem hat der Buddhismus (korrekter müsste man sagen „die Buddhismen“, denn den einen Buddhismus gibt es nicht) den Menschen im Westen offensichtlich so viel zu bieten, dass viele Frauen und Männer einen Übungsweg dieser Richtung gehen möchten.

Buddhismus im Westen

Wenn wir uns als westliche Frauen und Männer auf diesen Weg begeben scheint mir wichtig, dabei nichts unhinterfragt zu übernehmen und auch eine Wertschätzung für die verschiedenen spirituellen Traditionen unser eigenen Kultur zu bewahren oder wieder neu zu entdecken.

Da alles noch so neu ist, gibt es auch „den Buddhismus im Westen“ nicht. So sind wir mitten in einer spannenden Entwicklungsphase und sind Teil des kulturellen Übersetzungsprozesses von alter buddhistischer Weisheit in die westliche Welt. Diesen Prozess gestalten alle mit, die sich auf einen buddhistischen Erfahrungsweg einlassen.